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Kultur Shock
Donnerstag, 3. August 2006
20:30 Uhr
die naTo

Kultur Shock | ganzes Bild |

KULTUR SHOCK - das ist: Balkan-Gipsy-Punk-Rock-Metal-Hochzeitsmusik. Endlich ist es soweit. Nach eineinhalb Jahren kommt das Kollektiv aus Seattle (USA) mit einer neuen CD im Gepäck wieder auf Tournee. Welchen Status sich KULTUR SHOCK in den letzten Jahren erspielt haben, zeigt alleine schon der sechswöchige Tourplan, der die Band durch fast alle Länder Europas führt. Nur vier Konzerte finden in Deutschland statt. Dass Leipzig den Vorzug vor Städten wie Berlin oder Hamburg bekommen hat, hängt nicht zuletzt mit den drei bisherigen Konzerten der Band hier zusammen. Wie KULTUR SHOCK jedesmal vom Publikum frenetisch gefeiert wurde, ist schon einzigartig. Einzigartig aber ist auch der musikalische Mix und die Performance der Band, deren Mitglieder aus Bosnien, Bulgarien, Japan und den USA kommen.
Diese Mischung hat gute Chancen, das heißeste Konzert in diesem Sommer zu werden.
Als Gino Yevdjevich, der Sänger von KULTUR SHOCK, 1997 in die USA emigrierte, erhielt er von der US-Einwanderungsbehörde den Status "Alien of Exceptional Abilities" - Fremder mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Diese bizarre Bezeichnung trifft ziemlich genau das Wesen dieses Ensembles und seiner Charaktere. Sie kommen aus Bosnien, Bulgarien, Japan und den USA. Gino Yevdjevich (Gesang) war bis zu seiner Flucht jugoslawischer Popstar.
Gitarrist Mario Butkovic spielt seit seiner Kindheit Gitarre und bestritt unzählige Konzerte mit Gypsy Bands. Val Kiossovski (Gitarre) emigrierte Ende der 80er aus Bulgarien, Bassist Masa Kobayashi stammt aus Japan, Schlagzeuger Chris Stromquist bringt einen Punk-Hintergrund sowie eine Liebe für Latin-Beats ein und der 22jährige Matty Noble (Geige) spielt so, als hätte er sein bisheriges Leben in der Grenzregion zwischen Serbien, Bulgarien und Rumänien verbracht.
"Crossover" ist wohl die geschickteste Art, eine Musik zu umschreiben, die durch Balkan-Gypsy, samba-ähnliche Beats, Punk, Rock, Hip Hop, Tribal und House Beats nur so hindurchfegt. Dies reicht aber nicht aus, um die kulturelle Explosion, die in dem Schmelztiegel KULTUR SHOCK stattfindet, zu beschreiben. Mit diesem "wahnsinnigen" Mix haben sich KULTUR SHOCK mittlerweile eine riesige Fangemeinde erspielt und auch die Rezensenten von Worldmusicmagazinen wie fRoots bis hin zu Zeitschriften wie dem Metal Hammer schwärmen von ihrer Musik. Das neue Album ist wie die vorherigen wieder vom Faith No More Bassisten Billy Gould produziert und erscheint während ihrer Tournee.

Kultur Shock Manifest

Kultur Shock isn't just the name of our band. It's Balkan punk rock gypsy metal wedding-meets-riot music from Bulgaria, the US, Japan, and Bosnia. Six members, and no two of us really speak the same language. You may wonder what brought such an unrelated, mixed-up group of people together, and you can read our biographies to find out. Call our music whatever the fuck you want -- we'll still play every song of every performance as if it were our last.
Right now we are stuck between two worlds. One we left -- that of our homelands -- but we did not become a part of the other world, the hip rockstar world. We had to work for our living like all the other immigrants, and working means sweat, sweat means stinky -- NOT cool. What we've worked so hard to build over these ten years is this monster we play on stage. And we dare you to try and stop us, because we're not going to stop ourselves.
After ten years, we're naming our new album what we should have named our first one. It took us ten years to mature so that we could enjoy who we are and what we are doing, to realize that we don't have anything to lose if we offend, and to learn to just do what we are doing without feeling like we have to apologize for it. Along with us, the new generations of immigrants are overwhelming the the streets of the "developed" world. They are persecuted by the right, which hopes to explain its own poverty; and they are totally neglected by the left, because again: work, sweat -- not cool, doesn't get you laid. This is the class war, the only natural kind of war. Every other kind is an artifice of the system. Anyway, we have a lot of fun.

| Bericht vom Konzert mit Kultur Shock am 12.05.2004 in Leipzig. |

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18.06.2006