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CD-Review

CD-Cover  

ANTIBALAS - Security
Label: Anti
Veröffentlichungsdatum: 02.03.2007

Afrobeat! Wenige Musikstile sind so untrennbar mit ihrem Erfinder verbunden wie dieser Sound, der sich aus westafrikanischem Highlife, Funk und Soul zusammensetzt. Anfang der 1970er Jahre in Nigeria von Fela Kuti entwickelt, ist dieser auch heute noch, zehn Jahre nach seinem Tod, das Maß aller Dinge. Nur wenige Musiker können an die musikalische Genialität Kutis anknüpfen. Dazu gehören sein Sohn Femi Kuti und der langjährige Wegbegleiter Tony Allen. Eine weitere Band, die gerne genannt wird, ist das Antibalas Afrobeat Orchestra aus New York. Anfangs noch mit Funk- und Latinrhythmen im Gepäck, hat sich das Musikerkollektiv spätestens seit seiner letzten CD „Who is this America“ voll und ganz dem Afrobeat verschrieben. Mit „Security“ legt die Gruppe nun ihr mittlerweile viertes Album vor.

Hypnotische Polyrhythmik mischt sich hier mit scharfen Bläsersätzen und einer schon psychodelisch klingenden Orgel. Dazwischen tauchen Funk- und Dub-Elemente auf oder es werden, wie im Openerstück „Beaten Metal“, Hörner geblasen und Becken geschlagen. Unweigerlich assoziiert man ein Schlachtfeld, was wohl auch die Absicht der Band ist. Im Ergebnis klingt „Security“ experimenteller und direkter als die Vorgängeralben. Kein Wunder wenn der Produzent John McEntire heißt, der auch schon mit Tortoise, Stereolab und Tom Ze zusammen gearbeitet hat. Hat man sich erst einmal in das Album reingehört, dann entfalten die Songs nicht nur einen unwiderstehlichen Groove, sie wirken geradezu revolutionär – Afrobeat ist im Jahr 2007 angekommen.

www.antibalas.com

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28.03.2006