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CD-Review

CD-Cover  

WATCHA CLAN - Diaspora Hi-Fi
Label: Piranha
Veröffentlichungsdatum: 08.02.2008

Musiker in Frankreich haben es gut, zumal wenn sie noch dazu aus Marseille kommen. Dort gibt es nicht nur eine große Dub, Reggae und Hip Hop Szene, sondern auch einen äußerst intensiven musikalischen Austausch zwischen den Bewohnern der Stadt. Arabische bzw. nordafrikanische Sounds mischen sich hier viel problemloser mit moderner Clubmusik als im großen Paris. In Marseille findet alles auf viel kleinerem Raum statt und das macht die Szene so lebendig.

Ein Beispiel dafür sind Watcha Clan. Die Band hat 2002 ihr Debütalbum „Nomades A.k.a.“ veröffentlicht, das sich bisher über 20.000 Mal verkauft hat. 2005 folgte dann „Le Bastion“ und nun liegt ihr drittes Album „Diaspora Hi-Fi“ vor. Diaspora Hi-Fi knüpft nahtlos an die Vorgängeralben an. Dub und Jungle vermischen sich mit Musik aus dem Maghreb, angereichert mit einer gehörigen Portion Hip Hop und Electrosounds. Neu sind allerdings die Einflüsse vom Balkan in der Musik von Watcha Clan. Hier sind die Samples so erfrischend und überzeugend, dass man meinen könnte Balkan Beat Box wären eine Fusion mit der Fanfare Ciocarlia eingegangen. Zu diesem gelungenen Stilmix gesellt sich dann auch noch eine Watcha Clan eigene Offenheit für die verschiedenen kulturellen Identitäten.Und so wird nicht nur in französisch gesungen, sondern auch in arabisch, hebräisch, jiddisch, spanisch und englisch.

Kein Wunder also, dass bei soviel gelungener Fusion auch andere Protagonisten der Szene für eine Zusammenarbeit mit Watcha Clan zu gewinnwen waren, wie Tim Welhan von Transglobal Underground, der Diaspora Hi-Fi produziert hat.

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28.03.2006