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Die Lebensrealitäten Afrikas sind meilenweit von unseren Vorstellungen entfernt. Dies trifft besonders auf Musik aus Afrika zu, die in Europa immer wieder auf Tradition und ethnische Zugehörigkeit reduziert wird. Propagiert werden dabei stereotype kulturelle Eigenheiten, die dazu dienen, unsere Vorstellungen zu bestätigen und unsere Erwartungen zu befriedigen. Dabei beweist gerade die afrikanische Musikszene, dass Europa nicht der (musikalische) Nabel der Welt ist.

Zwei Drittel der afrikanischen Bevölkerung lebt in Städten und ebenso viele sind jünger als 25 Jahre. Die afrikanische Jugend ist längst im Medienzeitalter angekommen, benutzt neueste Produktionstechnologien und hat ihre eigenen Musikstile entwickelt.

Das Festival "Urban Sounds of Africa" zeigt in Filmen und Vorträgen die Vielschichtigkeit urbaner afrikanischer Musik, ihre Produktionsmethoden, ihre Probleme, aber vor allem die sozialen und politischen Bedingungen und Spannungen, in denen die MusikerInnen leben und arbeiten. Ob Dakar, Dar es Salam, Johannesburg oder Ouagadougou: Musik und Gespräche zeigen, dass gerade Hip Hop oder Rap die einzige Möglichkeit ist, sich Gehör zu verschaffen und diejenigen zu erreichen, die von gesellschaftlichen Prozessen ausgeschlossen sind. Die Musik transportiert Ideen und Wissen, formuliert Kritik und verleiht denen eine Stimme, die sonst keine haben.

Der Veranstaltungsort für die Filme und Vorträge ist der Raum der Kulturen (Engertstr.23/Ecke Karl-Heine-Str.). Das Livekonzert und die Disco finden in der alten Damenhandschuhfabrik (Klingenstr. 20) statt.

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29.06.2008